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Heimatgeschichte
70. Jahrestag des Einmarschs deutscher Truppen in Belgien!
Am Montag, dem 10. Mai 2010 jährte sich der Beginn des Westfeldzugs zum 70. Mal. Aus diesem Anlass sei dem 10. Mai 1940, Tag, an dem die Wehrmacht in Belgien einmarschierte, im Besonderen gewidmet. Alles Weitere findet ihr unter der Rubrik EUPEN AM 10. MAI 1940.
10. Mai 1940: Hitler stürmt Belgien
Am 10. Mai 1940 beginnt für Belgien der wohl tragischste Teil der Geschichte des 20. Jahrhunderts: Hitlers Truppen marschieren in das Land ein.
Zu den einrückenden Soldaten gehört eine ganze Anzahl bel- gischer Soldaten, die im Herbst/Winter 39/40 aus der belgischen Armee desertiert wurden und nun in feldgrauer Uniform ihre Heimat betreten.
Seit meinem ersten Lebensjahr wohne, lebe und kaufe ich in EUPEN ein. EUPEN liegt etwa 15 Kilometer vom Grenzgebiet Aachen. Neben Malmedy und Kelmis bzw. Kelmis unter dem Namen "Moresnet" gehörte EUPEN zu den Gebieten in Ostbelgien, die 1920 durch den Vertrag von Versailles vom Deutschen Reich abge- trennt und, entgegen dem Völkerrecht, durch Führererlass vom 18. Mai 1940 mit dem Deutschen Reich wiedervereinigt wurden.
Im Jahre 1996 wurde ich Angestellter der Stadtverwaltung EUPEN, mein Arbeitsplatz befindet sich bis heute im Eupener Rathaus. Stelle ich mir vor, dass der Zweite Weltkrieg vor mittlerweile 70 Jahren die Hakenkreuzfahne auf dem Dach meines Arbeitsplatzes wehen ließ...
In den Morgenstunden des 10. Mai 1940 beginnt der DEUTSCHE WESTFELDZUG, eine Offensive der Deutschen Wehr- macht gegen Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande, in den Morgenstunden des 10. Mai 1940 steht Belgien unter dem Hakenkreuz.
Im Kleingebiet Eupen-Malmedy stehen viele Menschen an der Straße und jubeln den deutschen Soldaten als "vermeintliche Befreier" zu. Kaffee, Kuchen und Erfrischungsge- tränke werden gereicht, Kinder und Jugendliche begrüßen die Ankömmlinge mit Süßig- keiten.
Wie überall wird auch in Belgien der Einmarsch der deutschen Truppen am 10. Mai 1940 von einer Mehrheit der Bevölkerung als "Heimkehr ins Reich" gefeiert. Auf dem Eupener Rathaus weht die Hakenkreuzfahne (es war die Eupener Feuerwehr, die die Hakenkreuz- fahne dort hisste), die Bevölkerung heißt den Führer mit den Worten "Führer, wir danken dir!" willkommen.
Die Kriegsbilanz für das Kleingebiet Eupen-Malmedy ist ebenso verheerend wie für ganz Europa. 3.200 der 8.700 zur Wehrmacht eingezogenen Männer fallen an der Front, werden vermisst oder sterben in Gefangenschaft. Außerdem werden St. Vith und zahl- reiche Eifelortschaften während der ARDENNENOFFENSIVE 1944 völlig zerstört.
Mit dem Waffenstillstand am 8. Mai 1945 kehrt jedoch nicht wirklich Frieden in die Grenzregion und in den übrigen Teilen Belgiens ein. Der belgische Staat führt eine so genannte "Säuberungswelle" gegen Mittäter des Nazi-Regimes durch. Die "Säuberung" in Ostbelgien wird von der Bevölkerung als übertrieben hart und ungerechtfertigt em- pfunden. Dies vor allem deshalb, weil Belgien auf die einseitige Angliederung des Gebietes durch Deutschland nicht wirklich reagiert hatte.
Mehr zum Thema "SÄUBERUNG" IN OSTBELGIEN exklusiv auf dieser Webseite.
Mai 1940: Auf dem Eupener Rathaus weht die Hakenkreuzfahne
(aus dem Buch "Spuren in die Zukunft. Anmerkungen zu einem bewegten Jahrhundert", Büllingen 2001)
Das Rathaus heute